Rosen

Im Lauf der Geschichte war die Rose immer ein Symbol des Lebens und der Liebe. Sie war den alten Ägyptern, den Griechen und den Römern bekannt, die Rosen in großer Zahl züchteten. Die griechische Dichterin Sappho nannte sie 600 v. Chr. "die Königin der Blumen". Über die Jahrhunderte hat die Rose viele andere symbolische Bedeutungen gewonnen und wurde vielseitig verwendet. Sie wird immer noch zur Herstellung verschiedener Kosmetika, Nahrungsmittel und Medikamente benötigt. Rosen gehören zur selben Familie wie Pfirsiche oder Himbeeren und umfassen etwa 100 Arten. Wilde Rosen wachsen im Mittelmeerraum, im Nahen Osten, in Europa, Nordamerika und Asien, wobei die meisten Arten in China vorkommen. In Europa wurde die Essigrose, im Mittelalter von den Apothekern sehr geschätzt, weil sie ihren Duft lange behielt. In der der Tat war sie die wichtigste Quelle von Rosenöl und Medizin in Europa während dieser Zeit. Später übernahm das Haus Lancaster in England diese Rose als Emblem. Rosen gehörten zu den ersten in den niederländischen Blumenstücken des frühen 17. Jahrhundets abgebildeten Blumen. Im späten 18. Jh. führte die Einführung der remontierenden Rosen aus China in Europa zum Beginn der Rosenzucht in großem Maßstab, auch heute noch werden Rosenhybriden gezüchtet. Rosen wirken als Massenpflanzung ebenso schön wie als Solitäre. Sie können als formelle oder trauerförmige Hochstämme erzogen werden, die bis zu 2 m Höhe erreichen. Sie lassen sich aber auch gut in eine gemischte Strauchrabatte integrieren. Miniatur- und Polyantharosen werden manchmal in Behältern gezogen, während winterharte Arten oft als Hecken bzw. Kletterrosen verwendet werden. Ganze Gärten wurden als Rosengärten gestaltet und Rosen sind immer interessante Pflanzen in Parks und öffentlichen Anlagen. In großen Hausgärten können spezielle Rosenbeete angelegt werden, in kleinen Gärten wird gern ein Rosenstrauch mit anderen Sträuchern oder Einjährigen, Stauden oder Zwiebelpflanzen kombiniert. Als Ranken an Haustüren oder Wänden eignen sich besonders gut Kletterrosen.
Obwohl einige Rosen bzw. Kletterrosen etwas Schatten vertragen, ist der beste Platz in voller Sonne; viele Krankheiten können vermieden werden, wenn sie dort kultiviert werden. Eine gute Luftzirkulation ist wichtig. Auch in der Schweiz sind Rosen sehr beliebt. Beim Kaufen der Pflanzen lässt man sich oft von der Farbe leiten.

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